Als ich noch nicht genau wusste, wer ich bin und was ich will, war mir schließlich noch nicht klar wozu ich denn Ja sagen und was ich wählen sollte.

Ich war in meiner Jugend, wie viele, durch Ereignisse im Leben geprägt, richtig gelähmt. Es kam mir überhaupt nicht in den Sinn, irgenwie den Verlauf meines Lebens kontrollieren zu können. Die Dinge waren eben so wie sie waren und ich empfand mich als Opfer, dass nun mal mit all dem umgehen müsse.

Irgendwann war dann das Maß voll. Ich hatte richtig die Schnauze voll. Ich beschloss, wenn ich schon nicht das haben kann, was ich wollte, dann kann ich mir wenigstens etwas Selbstachtung erhalten indem ich all das, was ich nicht wollte, ablehnte.

Um das zu üben, bediente ich mich eines kleinen Tricks und sagte einfach zu allem Nein. Es ging erstmal darum, überhaupt in die Position zu kommen, derjenige in meinem Leben zu sein, der den Verlauf des selbigen entscheidet.

So gewöhnte ich mich daran nun selber gefragt zu sein, was es denn ist das ich möchte.

“Bringt es mich voran und macht es mich langfristig glücklich?” Das war die Frage, um zu schauen welche Beziehung ich überhaupt zu einem Thema hatte. Wenn ich dann halt nichts unternahm und in dieser Still ruhte, gab ich mir die Chance authentisch zu sein. Zu mir zu stehen und eben nicht zu allem Ja sagen zu müssen war der erste Schritt.

Bringt es mich voran und macht es mich langfristig glücklich?