So bald ich bemerkte, dass ich durch das Nein-Sagen wirklich Einfluss nehmen konnte auf die Entwicklung meines Lebens und Dinge nun anders sein konnten einfach weil ich, quasi aus dem Nichts heraus, eine Entscheidung getroffen hatte, erkannte ich, wie viel Freiheit ich eigentlich wirklich über den Verlauf meines Lebens habe. Schlagartig war mir mit schrecklicher Gewissheit klar, dass all das “unausweichliche Schicksal” nur ein von mir gewählter Weg war. All die Momente, in denen ich hätte anders entscheiden können und es nicht getan hatte, weil ich dachte ich hätte ja eh keinen Einfluss. Wahrlich ein ernüchternes Erlebnis.Ich kann also jeder Zeit andere Entscheidungen treffen. Ich. einfach so. Ich kann mir aussuchen, welche Handlungen am vielversprechendsten sind. Welche mich langfristig glücklich machen.
Zu wissen, wo ich denn wirklich hin will, wurde nun zu der wichtigsten Tagesaufgaben. Denn wenn jede meiner Handlungen Einfluss hat und mich ja irgendwo hinbringt, dann sollte ich doch schon sehr genau wissen, was ich tue und ob überhaupt.
